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Wohnen soll bezahlbar bleiben
BESTENSEE - Die Mieten im Wohnpark „Am Glunzbusch“ sollen für Normalverdiener bezahlbar bleiben. Bald werden die letzten Wohnblöcke an der Bestenseer Friedenstraße saniert. „Wenn wir damit fertig sind, bringen wir noch einmal viele erschwingliche Wohnungen auf den Markt“, so Hendryk Lietzmann von der TAG Immobilien Aktiengesellschaft.
Die TAG vermietet in Bestensee an knapp 3000 Mieter rund 1200 Wohnungen, davon etwa 900 an der Friedenstraße. Hier liegen die Kaltmieten je nach Lage und Ausstattung zwischen 5 und 5,70 Euro, zuzüglich 2,50 Euro Warmmiete pro Quadratmeter. An diesem Mietpreisgefüge wolle man festhalten, so Lietzmann. „Wir versuchen, einen vernünftigen Wohnungsstandard für einen anständigen Preis zu bieten.“
Lietzmann zufolge bräuchten viele Bestenseer „preiswerten und bezahlbaren Wohnraum“. Dem trage man Rechnung. Deshalb sei an kostspielige und teure Neubauten nicht gedacht. „Erst einmal richten wir die Wohnungen her, die wir haben.“
Bis Ende 2014 will die TAG alle noch unsanierten Wohnblöcke in der Friedenstraße 3, 4, 7 und 17 für rund vier Millionen Euro sanieren lassen. Dabei handelt es sich um insgesamt 135 Wohnungen, von denen 84 zurzeit leer stehen. „Wir machen keine Luxussanierungen und bauen keine goldene Wasserhähne ein“, betont der Immobilien-Manager. Geplant seien neue Fenster, Türen, Bäder, Sanitäranlagen und Fußbodenbelag. Noch im Mai soll mit der Sanierung in der Friedenstraße 17 begonnen werden. Baustart für den Wohnblock Nummer 7 könnte im Herbst sein. „Und im nächsten Jahr gehen wir die Sanierung der letzten beiden Blöcke an. Dann sind wir mit allem durch“, so Lietzmann.
Mit den Sanierungen knüpft die TAG an das Konzept an, das bereits der Voreigentümer der Wohnungen, die Deutsche Kreditbank AG, verfolgt hat. Zwischen 2001 und 2012 wurden in den an der Friedenstraße gelegenen Häusern 215 Wohnungen voll und 549 teilweise saniert. Keine voll sanierte Wohnung stehe leer, so Wohnungsverwalter Dirk Schmidt: „Auch in dem teilsanierten Bereich haben wir so gut wie keinen Leerstand“. Ein Grund dafür sind die günstigen Mieten, „ein anderer die gesunde soziale Struktur im Wohngebiet. Die Mischung stimmt – noch“, so Schmidt. Schließlich nehme auch in Bestensee die Zahl jener Menschen zu, deren Miete vom Sozial- oder einem anderen Amt finanziert wird. „Das hat nichts mit dem vermeintlich schlechten Ruf der Siedlung, sondern mit fehlenden Arbeitsplätzen zu tun“. Damit einher geht ein weiteres Problem. Schmidt zufolge stünden jene Leute ständig unter Druck, die ihr Geld vom Sozialamt kriegen oder Arbeitslosengeld II beziehen. „Ihnen wird andauernd gesagt, dass sie sich kleinere Wohnungen suchen sollen. Diese Nachfrage können wir teilweise nicht befriedigen.“ (Von Frank Pechhold)
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